Amazon

Kindle Worlds

23. Mai 2013 // 0 Comments

Dass Fanfiction als Genre salon- und feuilletonfähig geworden ist, war mir spätestens zu dem Zeitpunkt klar, als mir ein Exemplar des Erlkönig-Manövers geschenkt wurde. Über andere, sehr sehr erfolgreiche Fanfictions, die zu ... mehr

Zwangsshop-Prinzip

26. Mai 2011 // 0 Comments

Das Gerät selbst generiert dadurch, dass man es – einmal angeschafft – nutzen möchte, Gewinne für Amazon.

Näher auf dieses Phänomen machte mich die Leseprobe zu „Bücher gratis für iPhone, Kindle & Co“ von Maximilian Buckstern (Im Kindle Shop) aufmerksam. Der Autor verweist dort in seiner Einführung auf die Shop-eigenen eBook-Reader, die angeblich die Konkurrenzfähigkeit der entsprechenden Buchanbieter fördern sollen. Der Gedanke ist dabei gar nicht so neu. Microsoft sichert sich auf diese Weise seit Jahren seine Vormachtstellung. Liefert man dem Kunden das „nackte“ Gerät, zwingt man ihn, sich mit den Möglichkeiten und Alternativen bei der Nutzung auseinanderzusetzen, liefert man aber ein vorjustiertes Gerät, werden sicher 70% der Käufer zu faul sein, etwas anderes zu nutzen, als das, was das Gerät nun mal mitbringt. Bei eBook-Readern ist dies der voreingestellte Shop und damit eine Nabelschnur zum ursprünglichen Verkäufer, der damit eine technische Kundenbindung erzielt. Gerade in Deutschland mit der Buchpreisbindung ist diese Abhängigkeit 100%ig, denn habe ich mich erst einmal dazu entschieden, ein eBook zu kaufen, bestimmt mein Lesegerät, wo ich es tue.

[…]

Aus Faulheit fügt man sich dem Zwangsshop-Prinzip und wird so zur gemolkenen Kuh eines Online-Buchhändlers, der damit langfristige Kundenbindung erzielt, sicher nicht nur im Rahmen des eBook-Verkaufs, denn immerhin entsteht durch Nutzung Gewohnheit, die sich dann auch in Printbuch-Käufen äußert. Das steigert sicher auch die allgemeinen Gewinne merklich. (Vgl. „Mitglieder, die einen Nook besitzen, kaufen insgesamt 60% mehr Bücher und geben im Durchschnitt 120% mehr Geld bei B&N aus“ B&N-Chef Len Riggio, frei zitiert nach Buckstern) Continue reading

Amazons Kindle ist kein Europäer

21. Mai 2011 // 0 Comments

Kindle ist das Beste! Für den anglo-amerikanischen Markt mag das ja auch stimmen, doch komischerweise betrachten die meisten Vergleiche das Gerät nicht aus europäischer Sicht. Zwar wird oft das mangelhafte und bis April 2011 gar nicht vorhandene Angebot deutschsprachiger Titel im Amazon-Kindle-Store bemängelt, aber dieses hat mit dem Gerät und seiner völlig fehlenden Lokalisation ja nichts zu tun.

[…]

Obwohl Kindle seit 2009 in Europa beworben und lanciert wird, ist das Gerät absolut nicht für den europäischen Markt vorbereitet! Die korrekte Anzeige europäischer Zeichen ist nicht bewusst implementiert, der Import europäischer Inhalte nicht einmal vom Zeichensatz her optimiert, die Eingabefunktion/Tastatur für Deutsch und andere europäische Sprachen völlig ungeeignet. Die Oberfläche der Gerätesoftware wie auch die webseitige Shop-Oberfläche sind nicht übersetzt. Das Benutzerhandbuch liegt nur in Englisch vor, und die Hilfeseiten zum Self-Publishing und die Kindle-Hilfe sind nicht lektoriert. Continue reading

Getrennte Welten – Amazon, Apple und der Rest

26. April 2011 // 0 Comments

Problematisch wird die Sache für den Endkunden erst wenn es um den Bereich eBooks geht. Da scheiden sich nämlich die Geister. Bis vor kurzem war man als deutscher Kunde, der deutsche Literatur lesen wollte auf Libri.de angewiesen, da Amazon kaum deutschsprachige Titel angeboten hat. Der vorteil bei den DRM-geschützten ePUBs von Libri: Sie funktionieren auf etwa 20 unterschiedlichen Endgeräten in der Preisklasse von 120 bis 200 Euro.

Zu Ostern legte Amazon nach, und überbot das etwa 19.000 Exemplare starke Angebot von Libri mit mehr als 25.000 Titeln jedoch sind diese eBooks nur im Amazon-eigenem .awz Format erhältlich. Dieses proprietäre Format wird ausschließlich vom Amazon-eBookReader Kindle interpretiert, der wiederum das DRM-geschützte ePUB nicht darstellen kann. Continue reading

Amazons Kindle eBooks

21. April 2011 // 0 Comments

Da ist er endlich, der lange angekündigte und sehnlichst erwartete Kindle-eBook-Shop bei Amazon!

Na ja, die Euphorie hält sich in Grenzen:

„Riesige Auswahl – wählen Sie aus über 650.000 deutsch- und englischsprachigen eBooks“

Schaut man genauer hin, sind da aber nur 25.000 deutsche Titel dabei, der Rest ist englisch, alle anderen Sprachen werden gänzlich ignoriert.

*

Nach zwei Stunden des Stöberns steht mein Urteil fest: Ich habe nichts gefunden, was ich wirklich hätte haben wollen, die Sachen, die ich geunden habe und die nicht bereits auf den ersten Blick „Größter Schrott“ schrien, waren schlichtweg zu teuer, um sie einfach mal auszuprobieren.
Continue reading