27. Mai 2011 von ^tg
Fazit: Ja, man kann eInk wie normales Papier scannen, solange das Gehäuse des Geräts flach genug ist und die Auflösung des Scanners hoch genug. Schade ist nur, dass dieser Umweg überhaupt nötig ist, da man ja eigentlich für eine digitale Datei bezahlt hat und eigentlich auch das Recht haben sollte, alle ihre Vorteile, also auch die bequeme Zitierbarkeit zu nutzen.
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26. Mai 2011 von ^tg
Das Gerät selbst generiert dadurch, dass man es – einmal angeschafft – nutzen möchte, Gewinne für Amazon.
Näher auf dieses Phänomen machte mich die Leseprobe zu “Bücher gratis für iPhone, Kindle & Co” von Maximilian Buckstern (Im Kindle Shop) aufmerksam. Der Autor verweist dort in seiner Einführung auf die Shop-eigenen eBook-Reader, die angeblich die Konkurrenzfähigkeit der entsprechenden Buchanbieter fördern sollen. Der Gedanke ist dabei gar nicht so neu. Microsoft sichert sich auf diese Weise seit Jahren seine Vormachtstellung. Liefert man dem Kunden das “nackte” Gerät, zwingt man ihn, sich mit den Möglichkeiten und Alternativen bei der Nutzung auseinanderzusetzen, liefert man aber ein vorjustiertes Gerät, werden sicher 70% der Käufer zu faul sein, etwas anderes zu nutzen, als das, was das Gerät nun mal mitbringt. Bei eBook-Readern ist dies der voreingestellte Shop und damit eine Nabelschnur zum ursprünglichen Verkäufer, der damit eine technische Kundenbindung erzielt. Gerade in Deutschland mit der Buchpreisbindung ist diese Abhängigkeit 100%ig, denn habe ich mich erst einmal dazu entschieden, ein eBook zu kaufen, bestimmt mein Lesegerät, wo ich es tue.
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Aus Faulheit fügt man sich dem Zwangsshop-Prinzip und wird so zur gemolkenen Kuh eines Online-Buchhändlers, der damit langfristige Kundenbindung erzielt, sicher nicht nur im Rahmen des eBook-Verkaufs, denn immerhin entsteht durch Nutzung Gewohnheit, die sich dann auch in Printbuch-Käufen äußert. Das steigert sicher auch die allgemeinen Gewinne merklich. (Vgl. “Mitglieder, die einen Nook besitzen, kaufen insgesamt 60% mehr Bücher und geben im Durchschnitt 120% mehr Geld bei B&N aus” B&N-Chef Len Riggio, frei zitiert nach Buckstern)
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21. Mai 2011 von ^tg
Kindle ist das Beste! Für den anglo-amerikanischen Markt mag das ja auch stimmen, doch komischerweise betrachten die meisten Vergleiche das Gerät nicht aus europäischer Sicht. Zwar wird oft das mangelhafte und bis April 2011 gar nicht vorhandene Angebot deutschsprachiger Titel im Amazon-Kindle-Store bemängelt, aber dieses hat mit dem Gerät und seiner völlig fehlenden Lokalisation ja nichts zu tun.
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Obwohl Kindle seit 2009 in Europa beworben und lanciert wird, ist das Gerät absolut nicht für den europäischen Markt vorbereitet! Die korrekte Anzeige europäischer Zeichen ist nicht bewusst implementiert, der Import europäischer Inhalte nicht einmal vom Zeichensatz her optimiert, die Eingabefunktion/Tastatur für Deutsch und andere europäische Sprachen völlig ungeeignet. Die Oberfläche der Gerätesoftware wie auch die webseitige Shop-Oberfläche sind nicht übersetzt. Das Benutzerhandbuch liegt nur in Englisch vor, und die Hilfeseiten zum Self-Publishing und die Kindle-Hilfe sind nicht lektoriert.
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20. Mai 2011 von ^tg
Bisher war das eine recht simple und problemlose Tatsache. Irgendetwas musste ja auf dem Umschlag stehen, und “einfach weiß lassen” eignete sich schon aus Gründen der Abnutzung nicht, wodurch die Cover zumindest einfarbige Flächen mit Text darauf waren. Ihre Größe wurde durch das Buch selbst bestimmt, und alles war in Butter. Geht man jedoch dazu über, die Bücher für den digitalen Vertrieb aufzuarbeiten, kommt man in Teufels Küche.
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Fazit: Mit nur einer Quelldatei kann man nicht alle Endgeräte optimal abdecken und das allein schon beim Cover nicht! Man muss sich also entweder auf bestimmte Geräte spezialisieren oder unterschiedliche Dateien erstellen.
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7. Mai 2011 von ^tg
Man ist in der deutlich üblicheren Formatierungsform XHTML auf eine mehr oder minder individuelle Lösung angewiesen. Man arbeitet hier tendenziell mit an das Dokumentenende angehängten Absätzen, die die Fußnoten enthalten und über Links und Anker im Text mit den Referenzzeichen verbunden sind. Ein Nachteil dieses üblichen Vorgehens besteht darin, dass ein Fachbuch gerne einmal ein paar hundert Fußnoten pro Kapitel enthält und diese am Ende des Kapitels erneut überblättert werden müssen, weil sie, wie bereits beschrieben, als Absatzfolge am Ende angehängt sind.
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Zusammenfassend muss man also festhalten, dass sehr elementare Bestandteile eines Buches noch keine standardisierte und zufriedenstellende Umsetzung im ePUB-Format erlauben und die potenziell möglichen Varianten allesamt unterschiedliche Probleme aufweisen, die noch einer grundsätzlichen Klärung bedürfen. Bis dahin empfiehlt es sich, die mittlere Lösung zu wählen, die Fußnoten also als gesamte Liste in eine separate Datei zu setzen. Damit erleichtert man das Lesen, muss die Fußnoten aber nicht inhaltlich bearbeiten.
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26. April 2011 von ^tg
Problematisch wird die Sache für den Endkunden erst wenn es um den Bereich eBooks geht. Da scheiden sich nämlich die Geister. Bis vor kurzem war man als deutscher Kunde, der deutsche Literatur lesen wollte auf Libri.de angewiesen, da Amazon kaum deutschsprachige Titel angeboten hat. Der vorteil bei den DRM-geschützten ePUBs von Libri: Sie funktionieren auf etwa 20 unterschiedlichen Endgeräten in der Preisklasse von 120 bis 200 Euro.
Zu Ostern legte Amazon nach, und überbot das etwa 19.000 Exemplare starke Angebot von Libri mit mehr als 25.000 Titeln jedoch sind diese eBooks nur im Amazon-eigenem .awz Format erhältlich. Dieses proprietäre Format wird ausschließlich vom Amazon-eBookReader Kindle interpretiert, der wiederum das DRM-geschützte ePUB nicht darstellen kann.
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21. April 2011 von ^tg
Da ist er endlich, der lange angekündigte und sehnlichst erwartete Kindle-eBook-Shop bei Amazon!
Na ja, die Euphorie hält sich in Grenzen:
“Riesige Auswahl – wählen Sie aus über 650.000 deutsch- und englischsprachigen eBooks”
Schaut man genauer hin, sind da aber nur 25.000 deutsche Titel dabei, der Rest ist englisch, alle anderen Sprachen werden gänzlich ignoriert.
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Nach zwei Stunden des Stöberns steht mein Urteil fest: Ich habe nichts gefunden, was ich wirklich hätte haben wollen, die Sachen, die ich geunden habe und die nicht bereits auf den ersten Blick “Größter Schrott” schrien, waren schlichtweg zu teuer, um sie einfach mal auszuprobieren.
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19. April 2011 von ^tg
Schlägt man in der Wikipedia unter PDF nach, so findet man folgende Aussage: Ein Leser einer PDF-Datei soll das Dokument immer in der Form betrachten und ausdrucken können, die der Autor festgelegt hat. Demnach bestimmt hier der Autor – oder, sagen wir mal ehrlich, der Verleger und/oder Buchsetzer – über das Aussehen der Datei. Die [...]
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